Paolo Borsellino: Ein Leben gegen die Mafia

19.7.2013: Ein trauriges Ereignis jährt sich zum 21. Mal: Die Ermordung Paolo Borsellino

Paolo Borsellino, einer der wichtigsten Erscheinungen in der Bekämpfung der Mafia, war gebürtiger Sizilianer und wuchs in einem Viertel Palermos auf, das eher für den Nachwuchs der Mafia sorgte.

Aber genau diese Tatsache sorgte wahrscheinlich dafür, in seinem späteren beruflichen Werdegang die Mafia mit all seinen Verbindungen besser zu verstehen und sie schneller aufzudecken.

So wuchsen genau in diesem Viertel nicht nur er, sondern auch sein späterer Kollege und Freund Giovanni Falcone, aber auch Tommaso Buscetta auf.

So kam es, daß ihn dieses Thema nie losließ, bis zu seiner Ermordung 1992.

Ein Triumvirat, das, so scheint es, vom Schicksal vielleicht gewollt war, denn es war für den Aufstieg und gleichermaßen für den Tod Paolo Borsellinos verantwortlich, aber auch für entscheidende Veränderungen Siziliens und für ein Aufwachen der Bevölkerung.

Dieses Triumvirat war für eine Bewußtseinsbildung zuständig, die vielleicht anders gar nicht möglich gewesen wäre.

Paolo Borsellino, ein lebenslustiger und sehr verantwortungsvoller Mann, der nach Beendigung seines Jusstudiums kurzfristig die Apotheke seines Vaters übernehmen mußte, damit seine Schwester Rita Borsellino ihr Pharmaziestudium beenden konnte, trat schon bald ins Strafgericht ein und es scheint, als ob die Bahnen schon gezogen waren, um einen wichtigen Wendepunkt des organisierten Verbrechens einzuleiten.

Denn nach einer Phase der Bewährung als Richter kam er bald mit den richtigen Leuten zusammen, die sich offensichtlich zu dem bereit erklärt haben, wozu andere nicht mutig genug waren: Ein Leben zu opfern für eine massive Änderung von Zuständen, die schon lange unhaltbar waren.

So lernte Borsellino bei Gericht in Monreale den Hauptmann der Carabinieri Emanuele Basile kennen, mit dem er zusammenarbeitete und der später eine entscheidende Rolle im Maxi Prozeß eingenommen hat.

Nach dem Intermezzo in Monreale kam Paolo Borsellino nach Palermo zurück ans Strafgericht, das unter der Leitung von Richter Rocco Chinnici stand.

Rocco Chinicci, der offen gegen die Mafia kämpfte und sogar Vorträge zu diesem leidigen Thema hielt, hat schon sein Amt der Ermordung seines Vorgängers Cesare Terranova zu verdanken und dachte nicht daran aufzugeben.

Dank geschickter Untersuchungen von Emanuele Basile kam es zu den ersten 6 Verhaftungen von Mafiosi.

Diese Lawine, die hier losgetreten wurde, ließ nicht lange auf ihre verheerende Wirkung warten

Im gleichen Jahr wurde Basile ermordet.

Doch diese Ermordung ließen Paolo Borsellino, Giovanni Falcone und Rocco Chinnici nicht davon abhalten, weiterzumachen, ganz im Gegenteil: Um gewonnenes Wissen zu sichern, gründeten sie den Pool Antimafia, der aus den drei Richtern bestand und zwei Kommissaren ( Antonino Cassarà, Giuseppe Montana) und teilten ständig das gesamte Wissen, damit sofort weitergearbeitet werden konnte, falls einer von ihnen ermordet würde. Weiters wurden diese Mitglieder unter Polizeischutz gestellt – ein Enthusiasmus, der für die Meisten wohl nicht vorstellbar ist und allerhöchste Bewunderung verdient.

Denn die Störungen der Macht der Krake wurden nicht gebilligt und so wurde Rocco Chinicci das nächste Opfer einer Autobombe.

Und jetzt kam die Rolle des Tommaso Buscetta, der im gleichen Viertel aufwuchs, wie Giovanni Falcone und Paolo Borsellino.

Tommaso Buscetta einer der führenden Köpfe der Mafia wurde in seinem Refugium Brasilien festgenommen und, müde von den diversen Mafiakriegen, wurde er der erste echte Pentito (jemand der die Omertà (Schweigegelübde) bricht).

Die Aussagen von Buscetta führten im Maxi Prozeß zu über 300 Verhaftungen und zu weiteren Pentiti. Er zeigte das wahre Ausmaß der Struktur auf, von dem niemand etwas wußte.

Ein Megaprozeß wurde losgetreten, der nur durch besondere Sicherheitsvorkehrungen überhaupt durchführbar war.

Einerseits übersiedelten Giovanni Falcone und Paolo Borsellino vor dem Prozeß mit der gesamten Familie ins Hochsicherheitsgefängnis in Asinara um dort ihre Anklageschrift vorzubereiten, andererseits wurde ein eigener Hochsicherheitsbunker gebaut um den Prozeß bombensicher abhalten zu können.

Während des Prozesses herrschte die sogenannte Pax Mafiosa: Damit nicht der Prozeß weitere Kreise ziehen konnte, wurden für diese Zeit Anschläge der Oranisation vermieden.

Doch durch die Verurteilung von über 300 Angeklagten entstand ein richtiger Krieg zwischen Staat und Mafia.

Ein Abschlachten, das es so noch nie in der Vergangenheit gegeben hat; die Lawine, die losgetreten wurde, hatte verheerende Folgen.

Folgen, bei denen am 23. 5. 1992 Giovanni Falcone mit einer Bombe in einem Entwässerungstunnel unter der Autobahn ermordet wurde und am 19.7.1992 in einer Autobombe für Paolo Borsellino endete.

Einige Tage vor dem Attentat sagte Paolo Borsellino noch: Ich stehe auf der Todesliste der Mafia und sie werden es durchziehen.

Mit der Ermordung Borsellinos ging allerding auch das berüchtigte, rote Notizbuch (l’agenda rossa) verloren, in dem alle Kontakte und Termine enthalten waren, die die Verstrickungen der Mafia aufzeigten. Paolo Borsellino ging keinen Meter ohne dieses Buch. Manche meinen gesehen zu haben, wie jemand nach der Explosion das Notizbuch holte und wegbrachte.

Doch diese Aktionen schwächten die Mafia. Der Haß und die Abneigung in der Bevölkerung wuchsen und führten schlußendlich zur Verhaftung von Salvatore Riina 1993, dem Boß der Bosse. Erst jetzt war die Anschlagserie beendet.

Seine Schwester, Rita Borsellino führt sein Andenken weiter: Sie ist Vizepräsidenten der Libera, eine Organisation zur Aufklärung gegen die Mafia.

Allerhöchsten Respekt für Menschen, die bereit sind, das höchste Gut einzusetzen, um etwas zu bewegen:

Cesare Terranova (ein Leibwächter und ein Polizist): erschossen 25. 9. 1979

Emanuele Basile:  ermordet 4. 5. 1980

Rocco Chinicci: Autobombe 29. 7. 1983

Giuseppe Montana: ermordet 28. 7. 1985

Antonino ‚Ninni‘ Cassarà: ermordet und starb in den Händen seiner Frau 6. 8. 1985

Giovanni Falcone (seine Frau und 3 Leibwächter): Bombe unter der Autobahn 23. 5. 1992 in Capaci

Paolo Borsellino (und die 5 Köpfige Eskorte): Autobombe 19. 7. 1992 in der Via d´Amelio

All diese Menschen sind nicht unnötig gestorben, ganz im Gegenteil, sie haben ein Umdenken bewirkt. Alle fühlen sich solidarisch verantwortlich sich gegen dieses System aufzulehnen und versuchen im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten sich loszureißen.

Auch in Kunst und Kultur entstand eine Bewegung

Fabrizio Moro: Pensa (mit der dt Übersetzung)

Distinti Saluti, Giovanni

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Reihenfolge Serie Commissario Montalbano

 

Commissario Salvo Montalbano dargestellt von Luca Zingaretti, ist eine der erfolgreichsten Krimiserien in Italien.

Sein Einsatzgebiet erstreckt sich auf ganz Sizilien, wobei sein Kommissariat in Vigàta ist.

Vigàta eine fiktive Stadt auf Sizilien, die sich aus mehreren Drehorten an verschiedenen interessanten Plätzen (vor Allem in der Provinz Ragusa, sein fiktives Wohnhaus ist in Punta Secca) Siziliens zusammensetzt, ist sein Heimatort, den er nur ungern verläßt, um zum Beispiel mit seiner Freundin und Lebenspartnerin Livia Burlando (Katharina Böhm) auf Urlaub zu fahren.

Montalbano versucht immer seine Freundin Livia davon zu überzeugen, daß alles Interessante hier in Vigàta oder auf Sizilien ist und er nicht erst irgendwohin fahren muß, um etwas Schönes zu erleben.

Da seine Vorliebe nicht den Vorlieben seiner Lebensgefährtin entsprechen, erzeugt diese natürlich eine gewisse Spannung zwischen den Beiden und führt unweigerlich auch zu einer (fast?) Trennung und provoziert das Bild, daß Salvo Montalbano lieber Junggeselle bleibt, als sich zu binden und zu heiraten, so wie es sich Livia das immer vorstellt, wobei natürlich die Fernbeziehung (Livia wohnt und arbeitet in Genua) auch eine Rolle spielt.

Die Abneigung ein Schiff zu betreten, verstärkt auch die fehlende Reisebereitschaft, die als Liebeserklärung gegenüber Sizilien zu verstehen ist und wahrscheinlich auch so zu sehr viele Sympathien auf dieser Insel geführt hat.

Sizilien ohne Commissario Salvo Montalbano ist in Italien nicht mehr vorstellbar und Luca Zingaretti stellt diese Figur sehr überzeugend dar.

Die schüchterne und doch sehr durchsetzungsfähige, manchesmal auch launische Figur wird von ihm in einer so realitätsnahen Art gezeigt, daß man sich wünschte, ihn jetzt anrufen zu können um schnell mit ihm auf einen Kaffee zu gehen.

Andrea Camilleri, selbst Sizilianer, hat erst im Alter von 70 Jahren diese gigantische Figur geschaffen, die wahrscheinlich nur alle paar Jahre gelingt und mit der sich viele Menschen indentifizieren.

Salvo Montalbano ist eine Persönlichkeit und ein geborener Gerechtigkeitsfanatiker, den er als Polizist teilweise gut und teilweise schlecht ausleben kann; teilweise gut, weil er einen natürlichen Instinkt entwickelt zu haben scheint, kriminelle Machenschaften aufzuspüren und sich nicht fürchtet sie aufzudecken egal welche Authoritäten dahinter ihre Fäden ziehen und teilweise kann er seinen Gerechtigkeitsfanatismus schlecht ausleben, wenn er der Gerechtigkeit auf die Sprünge helfen will, mit Mitteln, die ein Polizist in dieser Form vielleicht nicht wählen sollte. Generell ist Montalbano eine gebildete und belesene Persönlichkeit, die keine Obrigkeitshörigkeit hat, ja ihr sogar immer sehr skeptisch begegnet.

Also ein durch und durch sympathischer Mensch, vor dem sogar die „alte Mafia“ Ehrfurcht hat und immer wieder durch Formulierungen bestätigt: „…, weil Sie ein Mann von Ehre sind…“

Obwohl bei Camillieris Commissario Montalbano alle Teile in sich abgeschlossene Handlungen sind, so unterliegen sie doch einer Reihenfolge, denn Commissario Montalbano und sein Umfeld durchleben eine Entwicklung, die jeweils auf der vorhergehenden Folge aufbaut.

Als Beispiele dienen unter Anderem die Probleme des Adoptivkindes (Francois), das von der Tunesierin stammt, die in einer früheren Folge ermordet und von einer Schwester Mimis aufgenommen wurde.

In diesem Zusammenhang taucht in einer viel späteren Folge in „Der Kavalier der späten Stunde“ auch die Frage nach dem verschwundenen Sparbuch der tunesischen Mutter auf, das sie versteckt hatte, aber plötzlich verschwunden zu sein scheint. Doch dieses hatte Commissario Montalbano bei einem Notar hinterlegt, um die spätere Ausbildung des Jungen zu sichern.

Genauso die Entwicklung mit seiner Freundin Livia. Sein Seitensprung bei der Folge „Die Spur des Fuchses“ würde nicht passen, wenn man nicht von den vorhergehenden Folgen wüßte, daß er momentan von seiner Freundin Livia getrennt lebt und Livia auch den Verdacht erweckt hat, daß sie sich in einen anderen Mann verliebt hat.

Ebenso spielt die Schwedin Ingrid eine wichtige Rolle, die gleich am Anfang vorgestellt wird und ihn in einigen Folgen begleitet als charmante Abwechslung seines Alltags, jedoch entwickelt sich  zum Leidwesen von Ingrid nie eine Beziehung.

Desweiteren die Entwicklung seines Freundes und Kollegen Mimi, der vom Frauenheld zum Familienvater mutiert und versucht immer treu zu bleiben, es ihm allerdings selten gelingt.

Eines der wichtigsten Details ist die Vorliebe Salvo Montalbanos zu sizilianischen Köstlichkeiten. Bei (beinahe) jedem Essen versäumt er nicht zu betonen, wie wichtig es ihm ist, sich voll und ganz auf den Genuß zu konzentrieren und er jede Unterbrechung vermeiden möchte.

So trifft es ihn hart, als plötzlich Calogero, der Besitzer seiner Lieblingstrattoria, in dem er immer zu Mittag ißt, aus gesundheitlichen Gründen schließt und stattdessen Enzo in Erscheinung tritt.

All das würde nicht zusammenpassen, wenn die Reihenfolge nicht genau eingehalten wird.

Um Anderen eine stundenlange Suche der genauen Reihenfolge zu ersparen (ich kämpfte mich tagelang durch, bis sie paßte) schreibe ich hier einmal die Reihenfolge, wie sie meiner Meinung nach im Abgleich des Erscheinungsdatums der Bücher von Camillieri entstanden sind.

Schwierig ist besonders die Reihenfolge der Kurzgeschichten, die aus den Bänden  „Gli Arancini di Montalbano“ und „Un mese con Montalbano“ stammen , woraus einige Erzählungen verfilmt wurden.

Die Reihenfolge von Commissario Montalbano:

1: Die Form des Wassers (La forma dell´aqua)

2: Der Hund aus Terracotta (Il cane di terracotta)

3: Der Dieb der süßen Dinge (Il ladro di merendine)

4: Die Stimme der Violine (La voce del violine)

5: Von der Hand des Künstlers (Tocco d´artista)

6: Das Spiel des Patriarchen (La gita a tindari)

7: Liebe und Brüderlichkeit (Il senso del tatto)   Verfilmung einer Geschichte aus „Gli Arancini di Montalbano“ (Die Nacht des einsamen Träumers)

8: Montalbanos Arancini (Gli arancini di Montalbano)   Verfilmung einer Geschichte aus „Gli Arancini di Montalbano“ (Die Nacht des einsamen Träumers)

9: Der Kavalier der späten Stunde (L´odore della notte)

10: Der Kater und der Distelfink (Gatto e cardellino)   Verfilmung einer Geschichte aus „Gli Arancini di Montalbano“ (Die Nacht des einsamen Träumers)

11: Das kalte Lächeln des Meeres (Il giro di boa)

12: Gleichstand (par condicio)   Verfilmung einer Geschichte aus „Un mese con Montalbano“ (Das Paradies der kleinen Sünder)

13: Kümmelblättchen (Il gioco delle tre carte)   Verfilmung einer Geschichte aus „Gli Arancini di Montalbano“

14: Die Passion des stillen Rächers (La pazienza del ragno)

15: Die dunkle Wahrheit des Mondes (La luna di carta)

16: Die schwarze Seele des Sommers (La vampa d´agosto)

17: Die Flügel der Sphinx (Le ali della sfinge)

18: Die Spur des Fuchses (La pista di sabbia)

19: Das Ritual der Rache (Il campo del vasaio)

20: Die Tage des Zweifels (L´età del dubbio)

21: Der Tanz der Möwe (La danza del gabbiano)

22: Die Jagd nach dem Schatz (La caccia al tesoro)

in Klammer steht immer der Originaltitel

In diesem Sinne wünsche ich allen Liebhabern des liebenswerten Commissario Salvo Montalbano

Buon Divertimento, Giovanni

Heute: Romanzo Criminale 2. Staffel

Wieder eine Filmempfehlung der besonderen Art

Ein besonderes Schmankerl habe ich heute für Euch – Romanzo Criminale II

Heute 3.7. 23.15  ServusTV

Entstanden unter der Regie des großartigen Michele Placido, vielen bekannt aus der Serie „Allein gegen die Mafia“ („La Piovra“).

Er, Michele Placido, ist nicht nur groß geworden mit dem Thema Mafia, sondern es hat ihn auch nie losgelassen und so kehrte er in dieser Serie wieder zurück zu seinem Lebensthema.

Für diejenigen unter Euch, die die erste Staffel auf deutsch gesehen haben, ist jetzt die Gelegenheit die 2. Staffel in dieser Sprache zu sehen.

Für Alle, die den Film schon auf italienisch gesehen haben, sollten sich auch die deutsche Synchronisation ansehen, denn ich finde sie einerseits sehr gelungen und andererseits ist es wahrscheinlich eine der wenigen Chancen diesen Film je auf deutsch zu sehen.

Romanzo Criminale beschreibt in einer teils sehr harten, dafür aber realitätsnahen Art und Weise den Aufstieg einer anfangs kleinen Bande, einer Gruppe von Freunden, die sich geschworen haben, Rom zu unterwerfen.

Sie sind gemeinsam aufgewachsen und nutzen ihre mafiosen Beziehungen um ihren Einfluß zu vergrößern. Doch die Macht hat wie immer auch eine Kehrseite.

So schnell wie sie aufgestiegen sind und so schnell, wie die Macht über Rom groß geworden ist, so stark belastet es die Freundschaft innerhalb der Gruppe.

Der Libanese (Francesco Montanari), der selbsternannte Anführer der anfänglichen Bande und später DER Verbrecherorganissation in Rom versucht immer wieder die Freundschaft zu erhalten und auch zu stärken, stößt allerdings auch auf seine Grenzen, Einfluß auf die freundschaftliche Beziehung unter den Mitgliedern zu nehmen.

So spielen genau diese Querelen unter ihnen Commissario  Scialoja in die Hände.

In der 2. Staffel werden wir sehen, ob es Commissario  Scialoja gelingen wird, die Macht und die Größe, die sie erreicht haben, aufzubrechen.

Ich kann jedem diesen Film empfehlen, der so wie ich italophil angehaucht ist, oder sich mit italienischen, gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzt. Michele Placido ist es gelungen ein außergewöhnliches Werk zu schaffen, das nichts beschönigt und die Mafia sicher nicht verherrlicht, ganz im Gegenteil:

Der Film ist nichts für schwache Nerven. Ohne irgendwelcher Gewaltverherrlichungen gelingt es Michele Placido eine reale Härte darzustellen, die notwendig ist, um ein authentisches Bild zu schaffen.

Obwohl der Film im Jahre 2005 entstanden ist, aber in der Zeit zwischen den 60-80ern spielt, ist es eine wahre Meisterleistung ein zeitgemäßes Abbild zu schaffen. So ist der Film auch allen Old- und Youngtimerliebhabern ans Herz gelegt. Denn die große Anzahl der automobilen Schätzchen wird man in einem modernen Film sonst nicht so leicht zu sehen bekommen.

Buon Divertimento, Giovanni