Der Sfratto: Süße Spezialität mit bitterer Geschichte


Einer dieser Blogs, die ich am Liebsten lese, wenn sich wiedereinmal kein verlängertes Wochenende in Italien ausgegangen ist

Maremma Geheimtipp

Pitigliano gilt völlig zu Recht also einer der „borghi più belli d’Italia“. Von der Kirche Madonna delle Grazie aus betrachtet, auf einer Anhöhe ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, scheinen die Häuser eher aus dem Tuffsteinsockel gewachsen als auf ihm erbaut worden zu sein, Und wer die klischeehaften engen italienischen Gassen sucht, durch die dreirädrige „Ape“-Motorräder knattern, bekommt hier die volle „soddisfazione“.

Wenn man in den Ortskern vordringt, landet man unweigerlich im jüdischen Viertel und wird an den Beinamen „Klein-Jerusalem“ erinnert, den Pitigliano trägt. Die Geschichte der Ortschaft ist seit dem 16. Jh. auch eine jüdische. Hier fanden viele aus dem Kirchenstaat vertriebenen Juden Zuflucht und prägten Handel und Kultur der Stadt entscheidend mit. Im „quartiere ebraico“ lässt sich heute noch unter anderem die Synagoge, das koschere Schlachthaus und der koschere Weinkeller besichtigen.

Mit dem „sfratto“ ins Ghetto getrieben
Eine typisch pitiglianische Süßspeise zeugt von einem Teil dieser Geschichte. Der…

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